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Konzept Handelsmittelschule


Die neue Handelsmittelschule bringt einerseits eine hohe Allgemeinbildung, andererseits eine spezifische Berufsausbildung als Kaufmann / Kauffrau
Nach drei Schul- und einem Praxisjahr werden das eidgenössische Fähigkeitszeugnis sowie die kaufmännische Berufsmatura erworben. Während eine Lehre das gleiche Ziel parallel zur praktischen Berufsausbildung anstrebt, vermittelt die Handelsmittelschule ihren Lernenden neben dem berufsbezogenen Unterricht (Handelsfächer, Korrespondenz, Informatik) mehr Allgemeinbildung (Sprachen, Geografie, Naturwissenschaften). HMS-Schülerinnen und -Schüler besuchen wesentlich mehr Unterricht als Absolventen einer kaufmännischen Lehre mit Berufsmatura.

Unterrichtskonzept
Die Übersicht unter Studienaufbau zeigt die Struktur der Ausbildung an der HMS. Der Eintritt erfolgt üblicherweise nach der 3. Klasse der Sekundarstufe, er ist aber grundsätzlich immer möglich, wenn 9 oder mehr Schuljahre absolviert worden sind.
Nach drei Jahren Schulzeit erfolgt anschliessend ein Jahr praktische Tätigkeit in einer Unternehmung.

Neben den in der Stundentafel aufgeführten Fächern wird mit Betriebserkundungen frühzeitig der Kontakt zur regionalen Wirtschaft gesucht.

Zwei Sprachaufenthalte sollen die Sprachkompetenz verbessern. Während im französischen Sprachraum eine praktische Tätigkeit ausgeübt werden soll, wird im englischen Sprachraum ein Intensivkurs an einer anerkannten Schule besucht.

Die Kosten für den Aufenthalt im französischen Sprachraum werden durch die Tätigkeit während dieser Zeit abgedeckt. Die Schulkosten für den Intensivkurs Englisch (ca. Fr. 5'000.-) müssen von den Eltern vor­finanziert werden, die Schülerinnen und Schüler sollen diesen Betrag mit dem Verdienst während des Praktikumsjahres zurückzahlen. Bei einem allfälligen Stipendiengesuch können die Mehrkosten für den Sprachaufenthalt berücksichtigt werden. In Härtefällen können besondere Lösungen gefunden werden.

Problemorientierter Unterricht (POU)
Gemäss dem Standardlehrplan des Bundes für die neue HMS muss problemorientierter Unterricht in verschiedenen Fächern durchgeführt werden. Darunter versteht man die Lösung von praxisrelevanten Problemen durch die Schülerinnen und Schüler in mehrheitlich selbständiger Arbeit.
 
Ergänzungsfächer
Im zweiten und dritten Jahr der Ausbildung wird ein Ergänzungsfach zur Erlangung der Berufsmatura belegt. Die KKS bietet die Ergänzungsfächer Spanisch, Wirtschaft und Recht sowie Informatik an. Spanisch kann als eine weitere Fremdsprache erlernt werden. Die Schülerinnen und Schüler eignen sich grundlegende Grammatikstrukturen und einen angemessenen Wortschatz an. In Wirtschaft und Recht werden Inhalte des Grundlagenfachs wesentlich vertieft und zusätzliche Kompetenzen erarbeitet. In Informatik werden zusätzlich grafische Elemente und Hardware-Belange behandelt.
 
Zusatzqualifikationen
Im Laufe der Ausbildung legen die Schülerinnen und Schüler Prüfungen zu Fremdsprachenzertifikaten in Englisch und Französisch auf dem Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen ab.
 
In Informatik wird das Diplom Informatik Anwender II in kaufmännischer Richtung des Schweizerischen Informatik Zertifikats SIZ angestrebt. Könner in diesem Gebiet treten zur Power User Prüfung an.
 
Integrierte Praxisteile
Gemäss dem Standardlehrplan des Bundes für die neue HMS müssen integrierte Praxisteile während der schulischen Ausbildung angeboten werden. Die KKS wird im 2. und 3. Jahr je einen Nachmittag pro Woche Praxisunterricht durchführen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in kleinen Gruppen als Unternehmen und bearbeiten die im Berufsalltag auftretenden Abläufe. Übungsfirmen, Juniorunternehmen und die Übernahme von kleineren Dienstleistungsaufträgen sehen wir als geeignete Lerngelegenheiten vor.